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CS: EPS-Awards - Nachgefragt bei Mason
"Zwei von drei Spielern sind zu Recht nominiert worden"
Mit der Einführung eines Gremiums für die Award-Nominierungen kam die ESL einem Wunsch der Allgemeinheit nach: Es sollten nicht einfach nur die Führenden der Spielerstatistik nominiert werden, sondern die, die es wirklich verdient haben. Tim 'Mason' Kleemann ist das Opfer des neuen Systems: Er stand an erster Stelle, ist nicht für den 'Most Valuable Player'-Award nominiert worden und nun ist die Aufregung deswegen groß.
Letzte Woche kündigte die ESL eine Generalüberholung für die EPS-Awards an. Vorbei die Zeiten, in denen die Top Fünf der Spielerstatistik nominiert wurde. Anhand eines Gremiums könne nun die "wirkliche Bedeutung und Wichtigkeit eines Spielers im Team hinterfragt und eingeschätzt werden". Damit kam die ESL einem langjährigen Wunsch der Szene nach. Schließlich soll der Spieler ausgezeichnet werden, der eine wirkliche Schlüsselrolle während der Saison eingenommen hat.
Das Award-Gremium:
• Redakteure div. Szeneseiten
• ESL-Pro-Series-Admins
• Teams der EPS
• Mitarbeiter von Turtle
Ein entsprechend großes Gremium wurde gebildet, um ein möglichst breites sowie aussagekräftiges Meinungsbild zu haben und somit wirklich die richtigen Spieler zu nominieren. Tim 'Mason' Kleemann sieht das jedoch direkt anders: "Zwei von drei Spielern sind zu Recht nominiert worden", erzählt er im Gespräch mit fragster. Er selbst ist nicht nominiert worden und wie es die 15. Saison so will, ist genau er auf Platz Eins in der EPS-Statistik. Die Reaktionen auf sein Nichtnominierung sind eindeutig. Sei es auf fragster, readmore oder der ESL – das Unverständnis ist unübersehbar.
Kein Award für Mason – warum?
Mason selbst zeigte sich auf Nachfrage etwas enttäuscht über die ausbleibende Nominierung, "da viele Faktoren, die bei gob b angeführt werden, wie zum Beispiel der Position des Ansagers etc., auch für mich gelten. Letztendlich ist es mir aber egal, da ich weiß, dass ich eine sehr gute Saison gespielt habe". In der Tat, Mason hat, auch ohne einen Blick auf die Statisik, eine starke Saison für hoorai gespielt und das Team beinahe auf die Finals geschossen. Was könnten also die Gründe sein, dass statt seines Namens drei andere auf dem Zettel stehen?
Mason hat eine Theorie zu den Nominierungen: "Sympathien und Antipathien, die in meinem Fall mit Sicherheit eine Rolle gespielt haben", was sich wohl nicht ganz von der Hand weisen lässt. Auch wenn es nicht er war, der zunächst gegenüber readmore öffentlich die ESL kritisierte und anschließend auf fragster weitermachte. Entscheidend ist, dass hoorai es war, welches seinem Ärger öffentlich Luft und sich bei der ESL sowie den EPS-Admins damit sicherlich keine Freunde machte. Zudem gilt Mason in der Szene nicht gerade als Sympathieträger, unter anderem äußerte sich F69-Spieler Michele 'zonixx' Köhler in diesem Zusammenhang auf readmore: "Egal was Mason für ein Arschloch sein soll, oder wie sehr man ihn hasst, muss man als Sportsmann seine Leistung trotzdem anerkennen und 'würdigen'."
Sympathie als Kriterium?
Keine Nomininerung für Mason.
Mason selber weiß anscheinend genau über seinen Stand in der Pro Series Bescheid: "Jedes EPS-Team gibt Vorschläge für den MVP ab. Da kann man sich natürlich denken, dass ich nicht oft vorgeschlagen wurde." Die darauffolgende Antwort auf die Frage, warum er es sich nicht vorstellen könne, vorgeschlagen zu werden, macht noch deutlicher, dass Mason davon ausgeht, nicht der Beliebteste zu sein: "Wie kommst du denn nur darauf?", stellt er als Gegenfrage mit einem Smilie dahinter. Wenn Antipathie im Spiel ist, ist es natürlich schwierig, als MVP nominiert zu werden. Aber was sagt diese Theorie letztendlich über seine Leistungen auf dem Server aus? Im Grunde nichts. Sympathie hin oder her, was zählt, is' auf'm Platz.
Hier hat Mason einiges geleistet und durch die Tatsache, dass er auch noch Kopf des Teams ist, ist eine Nominierung beinahe selbstverständlich. Hat sich die ESL also mit dem Gremium ein Eigentor geschossen? Im Grunde ist die neue Vorgehensweise besser als die alte, jedoch wohl nicht in dieser Form. "Man sollte ein unabhängiges Gremium einführen und nicht die EPS-Teams als Anhaltspunkt nehmen", äußert Mason als Gedanken zu den Änderungen, auch wenn ihm die Neuerungen prinzipiell gefallen. Sympathie sollte aber definitiv kein Kriterium bei den Nominierungen sein, wie Mason mit seinen Aussagen deutlich macht.
Mason blüht im hoorai-Trikot wieder auf.
Opfer der Veränderungen ist Mason in jedem Fall, hier aber womöglich sogar im doppelten Sinne. Interessanterweise war es zunächst die Community, die die Änderungen herbeisehnte und sich nun darüber beschwert, dass der Führende der Statistik nicht als MVP nominiert ist. Nun ist es zu spät und Mason kann nur hoffen, dass er es ein weiteres Mal schafft, "die Saison seines Lebens" zu spielen – wie ein User sie auf readmore bezeichnete – und am Ende vielleicht nicht auf Platz Eins zu landen. Masons Favorit war übrigens Roman 'roman' Ausserdorfer, jedoch erklärt er in seiner Begründung den Sieg von gob b gleich mit: "roman ist einfach ein Monster, auch wenn gob b ihn auf der taktischen Ebene dominiert. Aber ein weiser Mann sagte mal: 'Auf Headshot basiert die Basis.' Ciao und Danke an alle, die für mich gestimmt hätten."
19.12.2009 Quelle : www.fragster.de/
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